Wiesenmakros

Jedes Jahr aufs Neue treiben uns die ersten warmen Sonnenstrahlen in die Natur und bäuchlings auf die doch noch feuchte Wiese. Und wie jedes Jahr haben wir uns über den Winter hinweg neue Hardware zugelegt. Michael hat sich passend zum Thema Makro auf der Wiese das Canon EF-S 60mm f/2.8 Macro USM zugelegt. Sören hingegen hat mit dem neuen Standardkitobjektiv HD DA 18-50mm F4-5.6 DC WR RE von Pentax die Tiere auf der Wiese gejagt. Wie zu erwarten war bieten diese völlig verschiedenen Objektiv ganz unterschiedliche Einblicke in den Makrokosmos der von uns auserkorenen Wiese.

Wenn man der Beschreibung zum Objektiv von Canon glauben schenken darf wird man mit dem Erwerb in der Welt der Makrofotografie willkommen geheißen. Was zumindest für Michael der Fall nun war. Das EF-S Objektiv richtet sich an Nutzer einer APS-C Kamera. Die Anfassqualität ist recht solide wobei auf zu viel Plastik verzichtet wurde. Die Fokussierung ist jederzeit manuell korrigierbar und bietet damit die Möglichkeit die beim Autofokus vorgeschlagenen scharfen Elemente im Bild nachträglich zu beeinflussen.

Zudem ist der Fokus sehr schnell und leise dabei dank des USM (Ultrasonic Motor). Was man bei der Verwendung, in der Makrofotografie, beachten sollte ist, dass das Objektiv nicht über einen Bildstabilisator verfügt. Das heißt, dass man zwar recht nah (hier 20 Zentimeter) an das gewünschte Objekt herangehen kann, dabei aber eine recht ruhige Hand beweisen muss. Etwas schade ist das Canon typisch hier nur das Objektiv geliefert wird und jegliches Zubehör, wie eine Tasche/Beutel fürs Objektiv sowie die Gegenlichtblende zusätzlich erworben werden muss. Wenn man über diese kleine Schwäche hinweg sieht bin ich bisher sehr angetan vom neuen Objektiv.

Das neue Pentax 18-50mm Standardkitobjektiv mit leisem DC-Autofokusantrieb überraschte mit seiner Größe, dem geringen Gewicht und der genialen Gegenlichtblende. Für die Makrofotografie ist es hingegen weniger geeignet, da die Naheinstellgrenze bei 30cm liegt und der Abbildungsmaßstab magere 0,23 beträgt. Wenn man sich dies aber im Hinterkopf behält und die (Makro-) Objekte entsprechend groß sind, so können dennoch schöne Makros entstehen.

Abstriche gibt es bei der Schärfeleistung, die aber für den niedrigen Preis des Objektivs absolut in Ordnung geht. Ungewöhnlich für ein Pentax-Objektiv ist die Plastikhaptik und das beim manuellen Fokussieren ein leises Summen vom Objektiv ausgeht. Das Quick-Shift-Gefühl bei älteren Objektiven gefällt mir persönlich besser. Im Gegensatz zum langsamen Stangenantrieb der älteren Objektive, geht es mit dem neuen DC-Autofokusantrieb an der verwendeten K3 rasend schnell. Mit der Treffsicherheit bin ich hingegen nicht ganz zufrieden. Vielleicht macht hier das neue Autofokussystem der K3-II einen besseren Job.

Ich bin ein ambitionierter Freund der Ablichtung der Wirklichkeit.

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